Direktsprung:

Stadttheater Aschaffenburg: Details zur Veranstaltung

Samstag, 17. Februar 2018: Sprechtheater Geächtet

Von Ayad Akhtar | Islamkritik auf einer eskalierenden Dinnerparty

Uhrzeit: 19:30 bis 21:25 Uhr

Dauer: ca. 1 Std. 55 Min. mit Pause

Eintritt: Preisgruppe 3 (12-24 EUR)

Ort: Stadttheater Bühne 1

Zum Vergrößern anklicken

Koproduktion des Tournee-Theaters Thespiskarren mit den Schauspielbühnen in Stuttgart, Altes Schauspielhaus
Deutsch von Barbara Christ
Regie: Karin Boyd
Mit: Natalie O’Hara, Patrick Khatami, Jillian Anthony, Markus Angenvorth und Mark Harvey Mühlemann


"Geächtet" erhielt 2013 den Pulitzer-Preis. 2016 kürte die Kritikerumfrage der Zeitschrift „Theater heute“ das Stück zum „besten ausländischen Stück des Jahres“.


Wenn ein Moslem, der seine Herkunft verachtet, ein Jude, der Political Correctness über alles stellt, eine aufgestiegene Afroamerikanerin im Karriererausch und eine weiße Christin, die der Kunst des Islams verfallen ist, sich zum Abendessen treffen, dann ist das Konfliktpotenzial groß.

Das Dinner, auf dem sich die beiden gut situierten Ehepaare treffen, findet in der schicken New Yorker Wohnung von Amir und Emily statt. Der Pakistani Amir ist Anwalt, die Afroamerikanerin Jory seine Konkurrentin in der Firma. Sie begleitet ihren Mann, den jüdischen Kurator Isaac, der sich zuvor Emilys Bilder angesehen hat und ihr an diesem Abend die frohe Nachricht überbringt, dass ihre Werke in seiner nächsten Ausstellung gezeigt werden. Der Abend gehört Emily. Für ganze zwei Minuten. Danach beginnen die Diskussionen um Tradition, Glaube und Fundamentalismus.

Wenn Amir erzählt, wie er an Flughäfen angestarrt wird, weil man in ihm immer einen Terroristen vermutet oder Jory sich empört, dass Verschleierung der Frau das Individuum auslösche, fliegen harte Thesen durch die Luft. Nach und nach kommen die Weltanschauungen der vier sehr unterschiedlichen Menschen zum Vorschein und buchstäblich auf den Tisch. Amir begreift nicht, was seine Frau am Islam fasziniert. Er selbst sieht darin eine rückständige Stammeskultur, die für ihn keine erstrebenswerte Lebensform darstellt. Isaac, der die Argumente Amirs immer wieder beschwichtigt, wird von Emily angeklagt, überall Antisemitismus zu argwöhnen. Und dann dringt auch noch eine brisante Nachricht in die Runde: Jory ist befördert worden, obwohl Amir viel länger in der Kanzlei arbeitet als sie.

Die Auseinandersetzung mit Fragen über religiöse oder ethnische Zugehörigkeiten bestimmt das Stück "Geächtet". Mal subtil und witzig, mal nachdenklich, mal aggressiv – immer geht es darum, die eigene Weltsicht zu hinterfragen.

Foto © Sabine Haymann

Monat: Februar 2018

Durchschalten: Monat zurück, Monat vor
Auflistung der Monatstage nach Wochen
Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728    
Bestellung von Online-Tickets

Sie können Online-Tickets über die Bestplatzbuchung oder die Saalplanfunktion verbindlich kaufen. Wir erheben hierbei eine Vorverkaufsgebühr in Höhe von 10 %. Falls wir Ihnen die Online-Tickets per Post zusenden sollen, fällt eine zusätzliche Versandgebühr von 2 EUR an. Bitte beachten Sie, dass ermäßigte Karten nicht über den Webshop gekauft werden können und dass es im Stadttheater Plätze mit eingeschränkter Sicht auf die Bühne gibt. Ermäßigte Karten und Hinweise zur Sicht erhalten Sie an der Theaterkasse. Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Online-Ticket Bestellung

Bestellung über Theaterkasse

Wenn Sie ermäßigte Karten benötigen oder keine Online-Buchung wünschen, können Sie Ihre Tickets auch bei unserer Theaterkasse bestellen.

Infos zur Theaterkasse