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Stadttheater Aschaffenburg: Details zur Veranstaltung

Donnerstag, 15. Februar 2018: Sprechtheater Der Gott des Gemetzels

Von Yasmina Reza | Schauspiel Leipzig

Anstelle von "Der Nackte Wahnsinn"

Uhrzeit: 19:30 bis 20:50 Uhr

Dauer: ca. 1 Std. 20 Min. ohne Pause

Eintritt: Preisgruppe 2 (14-30 EUR)

Ort: Stadttheater Bühne 1

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Zu diesem Termin war ursprünglich das Schauspiel Leipzig mit der Komödie "Der nackte Wahnsinn" angekündigt. Wegen der Schwangerschaft einer Schauspielerin kann "Der nackte Wahnsinn" leider nicht gezeigt werden. Wir bitten Sie um Entschuldigung. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit oder können an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden.


Deutsch von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel
Regie: Enrico Lübbe | Bühne: Etienne Pluss | Dramaturgie: Torsten Buß
Mit: Anne Cathrin Buhtz | Dirk Lange | Michael Pempelforth | Bettina Schmidt


Ein Pharma-Anwalt und eine Vermögensberaterin. Eine Autorin mit Afrika-Schwerpunkt und ein Sanitärhändler. Wann begegnen sich zwei solch gegensätzliche Paare? Selten. Haben sie irgendetwas gemeinsam? Nein. Es sei denn, beide Paare haben Kinder, die in ein und dieselbe Schule gehen. Dann kann es tatsächlich passieren, dass zwei solche Paare einen Nachmittag miteinander verbringen müssen.

Von diesem zivilisatorischen Ausnahmefall erzählt Yasmina Rezas „Der Gott des Gemetzels“. Und selten zuvor hat jemand ein solches Aufeinandertreffen so sensationell genau beobachtet — und so sensationell komisch. Dass der Lack der Zivilisation manchmal dünn ist, ist bekannt — aber wie Yasmina Reza diesen Lack Schicht für Schicht quasi in unser aller Nachbarschaft abplatzen lässt, ist maximal unterhaltsam.

Weil die Söhne sich geprügelt haben und dabei der eine dem anderen zwei Zähne ausgeschlagen hat, treffen sich nun die Eltern zur gütlichen Einigung im Geiste des gewaltfreien Diskurses. Aber was als Leistungsschau toleranter Großstädter beginnt, entwickelt sich zur Zimmerschlacht, bei der die Eltern ihre Söhne locker in den Schatten stellen. Und bald sitzen zu Kaffee und Gebäck sämtliche Gehässigkeiten und Vorurteile mit auf dem Designersofa, die ansonsten sorgfältig verschlossen sind hinter der Fassade humanistischen Geplauders. Diese Wortgefechte schlagen zwar keine Zähne aus, räumen aber trotzdem effektvoll auf im Leben des Gegenübers. Wobei es nicht nur zwischen den Paaren hoch hergeht, sondern auch zwischen den Partnern. Und über weißen Tulpen und geschmackvollen Bildbänden fallen in großer Gründlichkeit die Prinzipien des abendländischen Verhaltenskodex in Trümmer …

Seit der Uraufführung 2006 zählt Yasmina Rezas Stück zu den größten Bühnenerfolgen unserer Zeit — dank seiner konkurrenzlosen Mischung aus großartigem Witz und messerscharfer Beobachtung.

Foto © Rolf Arnold

Monat: Februar 2018

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