Direktsprung:

Abbildung: Tannöd

Sonntag, 17. Oktober 2010: Sprechtheater Tannöd

Nach dem Kriminalroman von Andrea Maria Schenkel - Bühnenfassung von Maya Fanke und Doris Happl

Zeit
19:30 Uhr
Dauer
ca. 1:40 Std. ohne Pause
Abonnement
Ring 4A + FV
Ort
Stadttheater

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Stadttheater Fürth mit EURO-STUDIO Landgraf

Regie: Maya Fanke
Bühnenbild: Wolfgang Menardi
Mit Susanne Rögner, Thomas Heller, Karin Oehme, Christiane Paulick, Katrin Griesser, Hartmut Volle, Gerd Beyer und Jörg Walter

Sie nennen ihn nur noch den Mordhof, den einsam gelegenen Hof der Danners in Tannöd, auf dem sich eines der rätselhaftesten Verbrechen der deutschen Kriminal-geschichte ereignete: Eine ganze Familie wurde dort in der Nacht vom 31. März zum 1. April 1922 ausgelöscht, mit einer Hacke erschlagen – die verwitwete Mutter, ihre zwei kleinen Kinder, ihre Eltern und die erst am Mittag angekommene neue Magd. Erst vier Tage nach dem Mord wurden die Leichen, die der oder die Täter sorgsam mit Stroh zugedeckt hatte(n), entdeckt. Raubmorde waren es nicht, denn das Geld des reichen Alt-Bauern war noch da. Seitdem geht im Dorf die Angst um, denn vom Mörder fehlt jede Spur.

Andrea Maria Schenkel hat in ihrem Debütroman „Tannöd“ diesen wahren Kriminalfall aufgegriffen. Bei dem bis heute unaufgeklärten Verbrechen auf dem Einödhof im bayerischen Hinterkaifeck wurde, trotz wiederholter Festnahmen, nie ein Täter gefunden. Die Akten hat man 1955 geschlossen, aber noch 1986 (!) gab es letzte Vernehmungen. Ausgerechnet die Aussage des Pfarrers, der den Täter vielleicht aus der Beichte kannte, fehlt in dem sonst vollständigen Aktenband.
Schenkel verlegt das Geschehen in die 50er Jahre, übernimmt wichtige Details und spielt mit erfundenen. Sie koppelt Schilderungen von Zeugen aneinander, wobei einer dieser Erzähler der Mörder sein muss.