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Abbildung: Offene Zweierbeziehung

Dienstag, 03. Mai 2011: Sprechtheater Offene Zweierbeziehung

Komödie von Franca Rame und Dario Fo – Übersetzung von Renate Chotjewitz-Häfner

Zeit
19:30 Uhr
Dauer
ca. 1:15 Std. ohne Pause
Abonnement
Ring 2A + FV
Ort
Stadttheater

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Staatstheater Wiesbaden

Regie: Tobias Materna
Bühne und Kostüme: Till Kuhnert
Musik: Ernst August Klötzke
Dramaturgie: Anika Bárdos

Mit Franziska Werner, Wolfgang Böhm, Markus Gläser

Moderne Menschen klammern sich nicht an veraltete Lebensentwürfe, in denen die Institution Ehe und ein Wert wie Treue von Bedeutung sind. Nein, moderne Menschen leben in einer offenen Zweierbeziehung, so wie Antonia und ihr Mann. Genau genommen lebt nur er in der offenen Zweierbeziehung. Antonia erleidet sie. Doch nachdem es ihr noch nicht einmal mit der Androhung von Selbstmordversuchen gelingt, ihren Gatten zur Monogamie zu bewegen, erweist sie sich als äußerst lernfähig: eigene Wohnung, eigener Job, eigener Liebhaber. Jetzt findet Antonia Gefallen an der offenen Zweierbeziehung. Ihr Mann hingegen – wer hätte es gedacht – leidet.

Das italienische Autorenduo Dario Fo und Franca Rame wirft in diesem Komödienklassiker einen spitzfindigen Blick auf den alltäglichen Wahnsinn von Paarbeziehungen. Treuefetischisten bekommen hier genauso ihr Fett weg wie die Befürworter offener Beziehungsmodelle. Die temporeichen Dialoge springen zwischen Vorwürfen und Versöhnungsversuchen hin und her, eine Pointe jagt die nächste, wobei Verletzungen des anderen genussvoll in Kauf genommen werden. Vermeintliche Toleranz kippt in Sekundenschnelle in rasende Eifersucht. Denn die Großzügigkeit hat ihr Ende, sobald das eigene Herz in Gefahr gerät. Liebe hat immer auch mit Besitz zu tun. Dass diese Wahrheit keine ausschließlich bittere ist, dafür sorgen Fo und Rame mit ihren brillanten Dialogen, die ein gefundenes Fressen für zwei Vollblutkomödianten sind.