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Abbildung: Phädra

Samstag, 14. Mai 2011: Sprechtheater (Einführungsvortrag um 19 Uhr) Phädra

Von Jean Racine – Übersetzung von Simon Werle

Zeit
19:30 Uhr
Dauer
ca. 1:50 Std. ohne Pause
Abonnement
Ring S
Ort
Stadttheater

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Schauspiel Frankfurt

Regie: Oliver Reese
Bühne: Hansjörg Hartung
Kostüme: Elina Schnizler
Dramaturgie: Nora Khuon

Mit Stephanie Eidt, Henrike Johanna Jörissen, Franziska Junge, Christoph Pütthoff, Felix von Manteuffel, Till Weinheimer, Luise Audersch

Eine brennende, verzehrende Liebe steht am Beginn der Geschichte, die von Verleumdung, Rache, Mord und überschäumenden Gefühlen erzählt. Phädra, Frau des Königs von Athen, ist verliebt in ihren Stiefsohn Hippolytos. Als sie erfährt, dass ihr Mann in der Fremde gestorben ist, gesteht sie dem Sohn diese verbotene Leidenschaft. Hippolytos aber weist sie zurück, seine Liebe gehört Aricia. Eine verbotene Liebe ist auch diese, denn Aricia besitzt Ansprüche auf den Thron und wird deshalb von Hippolytos’ Vater gefangen gehalten. Doch die Schraube dreht sich weiter, der tot geglaubte Vater und Ehemann kehrt zurück: Ein Feldzug der Vergeltung und des Sterbens beginnt.

Racine, der Vollender der klassischen Tragödie und Protegé Molières, griff mit „Phädra“ auf Euripides’ Tragödie „Hippolytos“ zurück. Der Geschichte von Eros und Askese fügt er ein weiteres Spannungsfeld hinzu: Er lässt die extreme Gefühlswelt der Figuren auf eine strenge und harte Versform prallen, obsessive Leidenschaft auf gedankliche Schärfe und Genauigkeit. Seiner Heldin Phädra, hoch aufschäumend, gleichzeitig in untröstlichem Liebesverlangen tief niedersinkend, verleiht Racine die Intelligenz, ihre Schuld unbarmherzig analysieren und verurteilen zu können. Das Ergebnis: Liebe als Ursprung von Gewalt und unbändigem Hass, maßlos in jeder Hinsicht.

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