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Abbildung: 1. Schönbuschserenade

Donnerstag, 02. Juni 2011: Konzert 1. Schönbuschserenade

Fürstlich Löwensteinische Hofmusic

Zeit
20:00 Uhr
Abonnement
FV
Veranstaltungsreihe
Schönbuschserenaden
Ort
Festsaal im Park Schönbusch

Bildergalerie

  • Galeriebild 1

Programm "Musikalische Gäste in Aschaffenburg":

Carl Maria von Weber (1786-1826):
Adagio und Rondo
Carl Friedrich zu Löwenstein (1781-1852): Harmoniemusik
Friedrich Witt (1770-1836): Concertante F-Dur

P a u s e

Vincenco Righini (1756-1812): Serenade
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Sextett op. 71

C. M. von Weber war im April 1810 zu Gast in Aschaffenburg, während seiner Studienzeit bei Abbé Vogler in Darmstadt. Etwa um diese Zeit entstand sein zweisätziges Bläsersextett.

L. van Beethoven
weilte 1791 für kurze Zeit in Aschaffenburg, als die kurfürstliche Hofkapelle aus Bonn auf dem Weg nach Bad Mergentheim war. Kurfürst Maximilian Franz nahm in seiner Eigenschaft als Grossmeister des deutschen Ordens seine Musiker mit auf diese Reise und diese Monate zählen zu den glücklichsten im Leben Beethovens.

Der gleichaltrige Friedrich Witt war der letzte Hofkapellmeister der Fürstbischöfe in Würzburg und die prägende Musikerpersönlichkeit im Franken des 19. Jahrhunderts.

C. F. zu Löwenstein
entstammt dem Fürstenhaus Löwenstein-Wertheim, das noch heute in Kleinheubach und Wertheim beheimatet ist. Für die Bläser der Fürstlichen Hofmusic komponierte er zahlreiche Kammermusikwerke oder bearbeitete werke anderer Meister um sie der Bevölkerung in öffentlichen und kostenlosen Konzerten bekannt zu machen. Er war ein Patenkind des Fürstprimas Carl Theodor zu Dalberg, den er oft in Aschaffenburg besuchte.

V. Righini war kurfürstlicher Hofkapellmeister in Mainz und quasi von Amtswegen in den Sommermonaten für längere Zeit in Aschaffenburg, wenn die kurfürstliche Hofhaltung dorthin verlegt wurde.


Fürstlich Löwensteinische Hofmusic


In der Fürstlich Löwensteinischen Hofmusic haben sich sechs Musiker zusammen gefunden, deren erklärtes Ziel es ist, Kammermusik auf möglichst hohem Niveau aufzuführen.

In der Besetzung der klassischen Harmoniemusik - je zwei Klarinetten, Hörner und Fagotte - widmet sich das Ensemble einer Form der Kammermusik, die ihren Höhepunkt zwischen 1780 und 1820 hatte und für die W.A. Mozart, L. v. Beethoven oder C.M. v. Weber interessante Werke komponiert haben. Wobei aber auch heitere und unbeschwerte Serenadenmusik, sowie Opernbearbeitungen für diese Formation geschrieben worden sind. Dies führt zu abwechslungsreichen Programmgestaltungen. Da die einzelnen Mitglieder auf reiche Erfahrung als Pädagogen und Mitwirkende in diversen Ensembles und Orchestern zurückgreifen können, entsteht eine – von Publikum und Kritik immer wieder gelobte – lebendige und doch zugleich differenzierte Spielweise.

„Verachtet mir die Meister nicht, und ehret mir ihre Kunst!“ Dieses Zitat des Hans Sachs aus Richard Wagners Meistersinger von Nürnberg könnte als Leitmotiv für die Arbeit der Fürstlich Löwensteinischen Hofmusic stehen.

Denn ein wesentlicher Bestandteil dieses Ensembles ist es, dass auch die Werke weniger bekannter Komponisten wieder zum Klingen gebracht werden. In Archiven und Bibliotheken forschen die Musiker nach vergessenen Meisterwerken, die unter regionalen Aspekten in die Programme mit aufgenommen werden. So entsteht infolge anspruchsvoller Musik an einem stilvollen, geschichtsträchtigen Aufführungsort eine Synthese aus Raum und Zeit – also lebendige Vergangenheit.

Diese „Ausgrabungen“ bereichern aber nicht nur die Konzertprogramme, sondern auch die Programme des Bayerischen Rundfunks, des Südwestrundfunks, des Österreichischen Rundfunks und des DRS Zürich, wo das Ensemble Aufnahmen produziert hat. Die Vielseitigkeit des Ensembles und die Vielfältigkeit des Repertoires bietet die passende Musik für jeden Rahmen.