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22 Mi

Mrz 23

Sprechtheater

Cum-Ex Papers

Eine Recherche zum entfesselten Finanzwesen | Recherche und Text: Franziska Bulban und Alexandra Rojkov

DATUM:

Mi 22.03.23

UHRZEIT:

19:30

DAUER:

1 Stunde 40 Min., ohne Pause

EINTRITT:

Preisgruppe 2 (15-32 EUR)

Regie: Helge Schmidt
Choreographie: Jonas Woltemate
Ausstattung: LANIKA (Lani Tran-Duc, Anika Marquardt)
Video: Johanna Seitz
Musik: Frieder Hepting
Licht: Sönke C. Herm
Produktionsleitung: Zwei Eulen
Produktionsassistenz: Laura Uhlig

Mit Ruth Marie Kröger, Jonas Anders und Günter Schaupp


umbreit Entertainment e.K.

Die Cum-Ex-Geschäfte sind Beispiele für Steuer- und Wirtschaftsskandale der jüngeren Vergangenheit. Investoren und Banken bereichern sich auf Kosten des Sozialwesens und Geld akkumuliert bei denen, die schon viel haben. Die Steuertricks scheinen keine Einzelfälle zu sein, sondern sind entschlüsselte Symptome eines kranken Systems.

Zwei Journalistinnen, Alexandra Rojkov und Franziska Bulban, werden im Auftrag der Produktion recherchieren, um das Verstehen dieses Systems, das beinahe staatlich geduldet erscheint, zu fördern. Ziel ist es, neue Perspektiven auf ein gesellschaftliches Phänomen zu gewinnen, welches einer ganz eigenen Narration zu folgen scheint. Ist das entfesselte Finanzwesen das Resultat eines postmodernen Hyperindividualismus, der sein „Anything goes“ auf alle Lebensbereiche ausweitet und damit jede Verantwortung negiert?

Die „Cum-Ex Papers“ erzeugen mit den genretypischen Elementen eines Wirtschaftsthrillers einen dramaturgischen Sog. Doch die Gewissheiten der bekannten Erzählmuster verschwimmen zusehends. Was ist echt? Wen trifft die Schuld? Wie konnte das überhaupt passieren? In einer interdisziplinären und multimedialen Performance weitet das Projekt die Wahrnehmung eines Problems, indem sie die Machenschaften nicht als abgeschlossenen Krimi, sondern als systemimmanente Strukturen entlarvt.

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