Lade Veranstaltungen
28 So

Jan 24

Kammerkonzert

Varian Fry Quartett

Mitglieder der Berliner Philharmoniker

DATUM:

So 28.01.24

UHRZEIT:

18:00

DAUER:

EINTRITT:

PG2, 16-36 EUR

Philipp Bohnen, Violine
Christoph von der Nahmer, Violine
Martin von der Nahmer, Viola
Knut Weber, Violoncello


Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Streichquartett in F-Dur op. 18,1

Bohuslav Martinů (1890-1959)
Streichquartett Nr. 4 H256

Antonín Dvořák (1841-1904)
Streichquartett Nr. 12 in F-Dur op. 96, „Amerikanisches“

Einen guten ersten Eindruck wollte Ludwig van Beethoven vermutlich erzielen, indem er das Streichquartett F-Dur an den Anfang seiner Sechser-Serie op. 18 stellte. Das Stück hat unter all seinen frühen Quartetten die umfangreichsten und ambitioniertesten Rahmensätze, den emotionalsten langsamen Satz und das schnellste, harmonisch interessanteste Scherzo. Das Adagio wurde angeblich durch die Grabesszene aus Shakespeares „Romeo und Julia“ angeregt.

Der Tscheche Bohuslav Martinů lebte viele Jahre lang in Paris, und der neoklassizistische Stil, der dort en vogue war, prägt auch sein viertes Streichquartett aus dem Jahr 1937. Anklänge an böhmisch-mährische Volksmusik sind in dem Werk aber ebenfalls zu hören.

Sie machen sich auch in Antonín Dvořáks Quartett op. 96 bemerkbar – obwohl es doch den Beinamen „Amerikanisches“ trägt. Entstanden 1893 in den USA, sollte es helfen, einen „typisch amerikanischen“ Nationalstil zu kreieren. Dvořák ließ sich bewusst von der Musik schottischer Einwanderer und afroamerikanischer ehemaliger Sklaven sowie von Trommelrhythmen der Ureinwohner beeinflussen. Immer wieder meint man aber auch tschechischen Volkston zu hören – Sehnsucht nach der Heimat?

Nach oben