Ausstellungen

Stadttheater Aschaffenburg

Ab der Spielzeit 2025/2026 werden vom Kulturamt in unregelmäßigen Abständen begleitende Ausstellungen zu ausgewählten Veranstaltungen des Sparten-Programms kuratiert. Bei diesen kleineren Präsentationen im Stadttheater handelt es sich nicht um Ausstellungen mit musealem Anspruch. Konzeption und Werkauswahl erfolgt vollständig durch das Kulturamt; Bewerbungen hierfür sind nicht möglich.

Premiere feierte das Konzept ab dem 28. September 2025 mit „Ästhetik der Heilung“, einer Ausstellung, die das interdisziplinär angelegte Theaterkonzert im Oktober 2025 stimmig ergänzte.

WAS, WENN ALLES VERSCHWIMMT?

Aktuell ist an der Apsis des Stadttheaters begleitend zum Spielzeit-Motto „Transformation“ die Ausstellung Was, wenn alles verschwimmt? mit Werken von Helmut Hirte zu sehen.

Helmut Hirte zeigt Gesichter, die im Begriff sind, ihre Konturen zu verlieren.
Sie erscheinen wie Übergangszustände, zwischen Nähe und Distanz, zwischen Gegenwart und Auflösung.
In einer Welt, in der Wahrnehmung, Vorstellungskraft und Empathie zunehmend technisch vermittelt werden, gerät das leiblich Erfahrene in den Hintergrund.
Was nicht mehr gelebt, geübt und sinnlich erfahren wird, verliert seine Tiefe.
Die dargestellten Gesichter sind keine Abbilder von Personen, sondern Verdichtungen eines gesellschaftlichen Zustands.
Sie fragen leise danach, was vom Menschlichen bleibt, wenn sich Erfahrung von Körper, Sinn und Gegenwart entfernt.

Die Ausstellung ist von außen frei einsehbar.