Musiktheater
La Bohème
Oper in vier Bildern von Giacomo Puccini
DATUM:
Mi. 15.04.26UHRZEIT:
19:30DAUER:
2 Stunden 20 Min., inkl. PauseEINTRITT:
PG4, 20-42 EURStaatstheater Meiningen
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Henri Murger
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Christopher Važan
Regie, Bühne, Kostüm: Markus Lüpertz
Co-Regie: Maximilian Eisenacher
Zusammenarbeit Kostüm, Bühne: Ruth Groß
Choreinstudierung: Roman David Rothenaicher
Dramaturgie: Julia Terwald
Musikalische Assistenz: Kens Lui
Regieassistenz: Kati Rücker
Inspizienz: Sibylle Pflänzel
Soufflage: Andrea Quadflieg-Völker
Übertitel: Yu Kato
Mit Lubov Karetnikova, Monika Reinhard, Isaac Lee, Johannes Mooser, Tomasz Wija, Mark Hightower, Tobias Glagau, Raphael Hering, Mikko Järviluoto und Matthias Richter
Chor des Staatstheaters Meiningen
Meininger Hofkapelle
Statisterie des Staatstheaters Meiningen
In Puccinis Künstleroper „La Bohème“ rund um Rodolfo, Mimì, Marcello und Musetta treffen nicht nur Komik, Tragik und tiefe musikalisch-emotionale Momente aufeinander, sondern vor allem Tradition und Moderne: Als durchkomponiertes Werk bricht „La Bohème“ mit dem traditionellen Nummern-Schema, doch Arien wie „Che gelida manina“ (Rodolfo), „Mi chiamano Mimì“ (Mimì) oder das berühmte Liebesduett „O soave fanciulla“ sind noch deutlich erkennbar. Im starken Kontrast dazu steht die impressionistische Farbgebung zu Beginn des dritten Bildes; chromatische Läufe im zweiten Bild weisen zudem eindeutig in Richtung Moderne voraus.
Aber genau diese Vielschichtigkeit der Musik ist nötig, um die Komplexität der Charaktere darzustellen: junge Menschen voller Tatendrang, verliebt und unabhängig. Natürlich leben sie von der Hand in den Mund, was aber nicht heißt, dass es ihnen immer schlecht geht. Vielmehr ist das erklärte Ziel: bloß nicht bürgerlich werden!
„Die Meininger kommen – wieder!“ … als Gastspiel in unser Theater!
Das Staatstheater Meiningen zählt zu den traditionsreichsten Häusern Europas. Im neoklassizistischen Haus werden Oper, Operette, Musical, Schauspiel, Konzert und Ballett dargeboten. Das vormalige „Meininger Hoftheater des Herzogtums Sachsen-Meiningen“ gilt als Wiege des modernen Regietheaters. Ende des 19. Jahrhunderts hat es Europas tiefgreifendste Theaterreform begründet und mit Gastspielen in ganz Europa bekannt gemacht, man sagt sogar, dass die Einflüsse bis zu Stanislawski und schließlich nach Hollywood reichen. Diese Tradition und weitere Blütezeiten sichern Meiningen bis heute eine Sonderstellung in der Theaterwelt. Sein guter Ruf hat nicht nur die Zeiten überdauert, sondern regelmäßig neu begründet – „neu seit 1831“ eben.
Die Tradition der Gastspielreisen hält bis heute an. Regelmäßig gastiert das Staatstheater in Fulda, Eisenach, Fürth, Heilbronn, auf der Wartburg, in Ingolstadt, Wolfsburg, Würzburg und natürlich bei uns in Aschaffenburg.




