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Stadttheater Aschaffenburg: Details zur Veranstaltung

Freitag, 19. Januar 2018: Sprechtheater Von der Schönheit der Welt

Lioba Happel und Signe Ibbeken (Lesung), Christoph Nonnweiler (Gitarre)

Uhrzeit: 20:00 Uhr

Eintritt: Preisgruppe C (12 EUR)

Ort: Stadttheater Bühne 3

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Der Titel ist provokant: Die „Schönheit der Welt“ wird vergessen, für ungültig erklärt, zertreten, wegrationalisiert. Der fortschreitenden Vernichtung der Schönheit in einer brutal profitorientierten Welt setzen die beiden Autorinnen Lioba Happel und Signe Ibbeken das Ringen um das Zarte, das Schöne, das Verquere, das „Weggedrängte“ in Gedichten und Prosatexten entgegen: „Ein Gedicht... ist eine Scheußlichkeit... es hat sich der Schönheit verpflichtet...“ (Lioba Happel aus „PULS“, Gedichte). Und programmatisch für das Gefährdete, Totgestellte, eine Zeile aus „hirz-miniaturen“ von Signe Ibbeken: „Auf einer Lichtung steht ein tiefgefrorenes Reh...“

Lioba Happel wuchs in Franken auf. In Bamberg begann sie ein Studium der Sozialpädagogik, wechselte dann aber zur Germanistik und Hispanistik an der Freien Universität Berlin über. Danach lebte sie als freie Schriftstellerin in Berlin. Nach langen Aufenthalten in England, Irland, Spanien und in der Schweiz – Jahre, in denen sie neben dem Schreiben Deutsch unterrichtete, als Übersetzerin arbeitete und in der Demenzbetreuung tätig war – lebt sie jetzt wieder als Schriftstellerin in Berlin und Lausanne. Lioba Happel ist Verfasserin von Gedichten und Prosatexten und erhielt u.a. den Leonce-und-Lena-Preis, den Hölderlin-Förderpreis, den Preis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft und einen Preis der Bonner Buchmesse Migration. Ihr Buch „dement“ wurde für den Franz-Hessel-Preis nominiert. Lioba Happel erhielt zehlreiche Stipendien, darunter das Edenkoben-Stipendium und das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste (beide 2016). Ihre letzten drei Werke sind "PULS, 100 Gedichte" (2017); "dement" (Erzählung, 2015) und "Die Feindin" (Erzählung, 2014).

Signe Ibbeken, geb. 1966 in Berlin, arbeitete zunächst als Schauspielerin an verschiedenen Stadttheatern, unter anderem mit dem Regisseur Einar Schleef am Schauspiel Frankfurt, machte sich dann als Schauspiellehrerin selbstständig und begann zu schreiben. Sie ist Mitbegründerin der „Literarischen Lesebühne Carmer 1“ im Buchhändlerkeller Berlin sowie der TheaterZoneNeukölln – politisches Straßentheater nach Augusto Boal. Sie schreibt und inszeniert Theaterstücke mit jungen Migrantinnen und Migranten und gibt Kurse für Kreatives Schreiben. Signe Ibbeken veröffentlicht Lyrik und Kurzprosa in Literaturzeitschriften und Anthologien. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen, unter anderem gewann sie den Wiener Werkstattpreis und war Preisträgerin beim Günter Bruno Fuchs-Literaturpreis. Im Frühjahr 2018 erscheint ihr Buch „auf einer lichtung steht ein tiefgefrorenes reh“ bei PalmArtPress Berlin mit Prosatexten.

Christoph Nonnweiler studiert an der Musikhochschule in Frankfurt am Main Gitarre bei Christopher Brandt. Er besuchte verschiedene Meisterkurse, bei denen er u.a. von Maximilian Mangold, Thomas Müller-Pering und Jürgen Rost Unterricht erhielt. Er gewann mehrere Preise, darunter einen 1. Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert und den 1. Preis beim Heinrich Albert Gitarrenwettbewerb 2011. Christoph Nonnweiler wird seit 2012 von Live Music Now Yehudi Menuhin Frankfurt am Main gefördert.

Monat: Januar 2018

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