Tosca

Stadthalle am Schloss

Besetzung und Handlung

Besetzung

Musikalische Leitung: Francesco di Mauro
Künstlerische Regie: Tamas Ferkay
Technische Regie: Costinel Stancu
Bühnenbild: Rasvan Draganescu
Chorleitung: Florian George Zamfir
Licht: Roberto Bujor / Constantin Raulea

Floria Tosca, berühmte Sängerin: Besa Llugiqi
Mario Cavaradossi, Maler: David Baños
Scarpia, Polizeichef: Ioan Cherata
Cesare Angelotti: Romulus Nicolae Cucu
Mesner: Ioan Toma
Spoletta, Polizeiagent: Petrisor Efrem
Sciarrone, Gendarm: Adrian George Popescu
Schließer: Victor Dimieru
Pastor: Corina Vlada

Chor und Orchester der Opera Romana Craiova


Handlung

1. Akt

Kirche Sant´ Andrea della Valle:  Cesare Angelotti, Konsul der ehemaligen Republik Rom, ist aus dem Staatsgefängnis in der königlichen Engelsburg, in dem er seit der Zerschlagung der römischen Republik durch die königlich-neapolitanischen Truppen festgehalten wurde, soeben geflohen. In der Kapelle seiner Schwester, der Marchesa Attavanti, versteckt er sich. Frauenkleidung liegen für seine Flucht bereit.

Der Maler Cavaradossi kommt zurück, um die Arbeit an seinem Gemälde der Maria Magdalena fortzusetzen. Der Mesner, dem der Freidenker Cavaradossi verdächtig ist, meint in dem Bildnis Züge jener Dame zu erkennen, die häufig in die Kirche zum Beten kommt: der Marchesa Attavanti. Cavaradossi jedoch hat die Madonna mit Zügen seiner Geliebten, der Sängerin Floria Tosca versehen.

Nachdem der Mesner gegangen ist, kommt Angelotti aus seinem Versteck. Cavaradossi erkennt und hilft Angelotti, dessen politische Einstellung er teilt. Als Tosca erscheint, versteckt sich Angelotti erneut. Das Bildnis der Madonna erweckt in Tosca Eifersucht, Cavaradossi aber kann Tosca beruhigen. Die beiden verabreden sich für den Abend in der Villa von Cavaradossi. Nachdem Tosca gegangen ist, bietet Cavaradossi Angelotti seine Villa als Versteck an.

Kanonenschüsse verkünden, dass Angelottis Flucht entdeckt worden ist. Cavaradossi beschließt, Angelotti persönlich zur Villa zu bringen. Kaum sind sie gegangen, kehrt der Mesner mit der Nachricht von der angeblichen Niederlage Napoleons bei Marengo zurück. Er kündigt an, der Sieg soll gefeiert werden: Floria Tosca wird im Palazzo Farnese eine Kantate singen, und in der Kirche soll ein Tedeum stattfinden. Scarpia, der von Angelottis Flucht erfahren hat, betritt die Kirche. Beim Verhör des Mesners stellt er eine Verbindung zwischen Angelotti, dem Maler und dem Porträt von Angelottis Schwester her und findet als Indiz einen Fächer, der aus dem Bündel Frauenkleidung herausgefallen ist. Tosca kehrt zurück, um mit Cavaradossi zu sprechen, da sie wegen der Siegesfeier ihre Verabredung nicht einhalten kann. Seine Abwesenheit erregt abermals ihre Eifersucht, und Scarpia nutzt den Fächer, um ihren Argwohn zu schüren. Tosca eilt wütend zur Villa Cavaradossis. Scarpia befiehlt seinen Agenten ihr zu folgen.

Während das Tedeum Toscas beginnt, sinnt Scarpia über sein Vorhaben nach, Tosca für sich zu gewinnen und ihren Liebhaber hinzurichten.

2. Akt

Scarpias Zimmer im Palazzo Parnese: Scarpia, allein beim Abendessen, ist mit seinen Plänen, die er mit Cavaradossi und Tosca hat, beschäftigt. Er weist einen seiner Agenten an, Tosca bei ihrer Ankunft eine Nachricht zu übergeben. Ein zweiter Agent, Spoletta, kehrt von Cavaradossis Villa zurück. Er berichtet, dass keine Spur von Angelotti zu entdecken war, besänftigt Scarpia jedoch mit der Mitteilung, Cavaradossi sei verhaftet.

Scarpia nimmt den Künstler ins Verhör, dieser aber bestreitet jegliche Beteiligung an Angelottis Flucht. Tosca tritt nach dem Ende der Siegesfeier ein; Scarpia schickt Cavaradossi zum weiteren Verhör in einen anderen Raum und wendet sich Tosca zu. Als Scarpia ihr eröffnet, dass ihr Liebhaber gefoltert wird, gibt sie Angelottis Versteck preis. Cavaradossi wird herbeigeführt. Als er von Toscas Verrat hört, weist er sie von sich. Plötzlich bringt ein Agent die Nachricht, dass die ersten Siegesmeldungen verfrüht waren und die Franzosen die Schlacht von Marengo gewonnen haben. Cavaradossis Begeisterung provoziert Scarpia. Er will ihn zum Tode verurteilen. Cavaradossi wird abgeführt. Scarpia nennt Tosca das einzige Mittel, mit dem sie Cavaradossi retten kann: Sie muss sich Scarpia hingeben. Toscas Flehen rührt ihn nicht, sondern steigert nur seine Begierde. Spoletta unterbricht mit der Nachricht, dass sich Angelotti bei seiner Entdeckung das Leben genommen habe. Auf seine Frage, was nun mit Cavaradossi geschehen solle, überlässt Scarpia Tosca die Entscheidung. Schweigend deutet sie ihr Einverständnis an, unter der Bedingung, dass ihr Liebhaber sofort freigelassen werde. Scarpia verspricht dies und ordnet, damit man den Maler für tot hält, eine Scheinhinrichtung an. Er beauftragt den in solchen Angelegenheiten bewährten Spoletta damit. Tosca verlangt freies Geleit aus Rom für sich und Cavaradossi.

Während Scarpia den Schutzbrief ausstellt, erblickt Tosca auf dem Esstisch ein Messer und als Scarpia sich erhebt, um sie zu umarmen, stößt sie ihm das Messer ins Herz. Scarpia stirbt, Tosca löst den Schutzbrief aus seiner verkrampften Hand und flieht aus dem Zimmer.

3. Akt

Plattform der Engelsburg im Morgengrauen: Cavaradossi soll auf der Plattform der Engelsburg erschossen werden. Er wird herbeigeführt und einem Schließer übergeben, den er besticht, einen Brief an Tosca weiterzuleiten. Verzweifelt nimmt er Abschied vom Leben. Plötzlich erscheint Tosca mit dem Schutzbrief, erzählt von der Ermordung Scarpias und erklärt die geplante Scheinhinrichtung. Tief gerührt ergreift Cavaradossi Toscas Hand. Soldaten rücken an, um die Hinrichtung auszuführen, Cavaradossi stellt sich zuversichtlich an die Wand, doch die Schüsse sind tödlich. Tosca erkennt, dass sie von Scarpia betrogen wurde. Agenten Scarpias und Soldaten nähern sich, da Toscas Mord an Scarpia entdeckt wurde. Tosca stürzt sich von der Plattform der Engelsburg in den Tod.