Anima Eterna Brugge
N.N., Klavier und Leitung
N.N., Klavier und Leitung
Antonín Dvořák (1841-1904)
„Zypressen“ B. 152 (Auszüge; Arrangement: Josef Suk)
Leoš Janáček (1854-1928)
Concertino
Vítězslava Kaprálová (1915-1940)
Partita für Klavier und Streichorchester
Béla Bartók (1881-1945)
Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta (Dirigent: Lars Corijn)
Träume, Zweifel und Enttäuschungen eines unglücklich Liebenden sind die Inhalte eines Liederzyklus, mit dem sich der 23-jährige Antonín Dvořák sein persönliches Liebesleid von der Seele schrieb. Viel später formte er daraus die melancholischen Streichquartettstücke der „Zypressen“.
Auch das Concertino des 71-jährigen Leoš Janáček wurde durch Erinnerungen an Jugenderlebnisse inspiriert. Ursprünglich war es als Suite mit dem Titel „Jaro“ (Frühling) konzipiert – unter anderem treten darin ein zorniger Igel, ein geschwätziges Eichhörnchen und ein anmaßendes Käuzchen auf.
Nur 25 Jahre alt wurde die bedeutendste tschechische Komponistin des 20. Jahrhunderts: Vítězslava Kaprálová starb in den Kriegswirren des Jahres 1940 an einer Krankheit – welcher, ist bis heute ungeklärt. In der „Partita“, ihrem letzten Orchesterwerk, imitierte sie bewusst den neobarocken Stil ihres Lehrers Bohuslav Martinů. Das Klavier tritt darin wie ein Rhythmusinstrument auf.
Eine ähnliche Rolle spielt es auch in Béla Bartóks „Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta“. Das 1937 entstandene Stück verbindet strenge, geradezu mathematische Konstruktion mit Klangsinnlichkeit und beklemmender Expressivität.
