Sprechtheater

Der eingebildete Kranke

Komödie von Molière

UHRZEIT:
15:00
DAUER:
2 h, inkl. Pause
EINTRITT:
PG 2, 17-38 EUR
ORT:
Stadttheater Bühne 1

Inszenierung: Boris C. Motzki
Bühne und Kostüme: Jörg Zysik

Mit Markus Penne, Arno Kempf, Anna Marzinzik, Jan Exner, Christine Schaller, Christiane Wilke u.a.

Burghofbühne Dinslaken


Diese Welt, diese Nachrichten, diese Menschen machen ihn ganz krank! Puls, Verdauung, Motorik – sein ganzer Organismus ist ein überfließender Quell des Leids. Argan hat sein Dasein vollkommen der Krankheit verschrieben, sehr zum Gefallen seines behandelnden Arztes Purgon, der für tägliche Einläufe und Spezialtherapien gepfefferte Honorare aufruft. Doch nichts bringt echte Heilung. Wäre es da nicht am sichersten, einen Arzt dauerhaft in der eigenen Familie zu wissen? Argan entscheidet deshalb, seine Tochter Angélique an Purgons Sohn Thomas zu verheiraten. Dummerweise ist der ein ziemlich unsympathischer Klotz und außerdem hat Angélique ihr Herz bereits an Cléante verschenkt. Argan tobt und ist drauf und dran, seine Tochter ins Kloster zu schicken. Seine Frau Béline empfiehlt das sowieso schon seit Längerem, denn dann könnte sie ungestörter Angéliques künftige Erbschaft an sich bringen. Doch zum Glück hat Angélique in der Hausangestellten Toinette eine Verbündete, die sich mit Verve auf die Seite der wahren Liebe stellt. Trickreich und mutig verfolgt sie einen Plan, der am Ende nicht nur das junge Liebespaar rettet, sondern auch Argan wieder ein Stück weit zur Vernunft bringt.

Gesundheitskult und Heilssehnsucht – Martin Heckmanns Klassiker-Bearbeitung spießt irre komisch unsere Gegenwart auf, während sie doch auch ganz unverfälscht Molières Komödie von 1673 über den vielleicht berühmtesten Hypochonder der Literaturgeschichte erzählt. Regisseur Boris C. Motzki ist an der Burghofbühne kein Unbekannter. Vor fünf Jahren hat er an der Bühne mit leichter Hand einen erfolgreichen „Tartuffe“ inszeniert. Zum „Eingebildeten Kranken“ sagt er selbst: „Der eingebildete Kranke wird eine Feier des französischen Esprits – eine Farce über Hypochonder, Krankensysteme und menschliche Eitelkeiten, eine Komödie über die Krankheit Liebe und Leben.“

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